Harald Koeck

Organ-Landschaften

Welche Farbe hat der Tod?

Diese Frage muss man sich angesichts der immer wiederkehrenden Farben in den Arbeiten stellen. Rot, Blau, Gelb, Grün, Braun, Schwarz? Alle.

Seit 1987 ist Harald Koeck dem Tod nun schon auf der Spur. Trotz der Barrieren will er weiter bei seiner Thematik bleiben. Für den Künstler ist das künstlerische Potenzial, das er in der Darstellung von Eindrücken von Leichenautopsien erblickt, noch lange nicht ausgeschöpft. Er spricht von der Fabelwelt des inneren Körpers und der Prächtigkeit der Farben und Formen. Seit er das gesehen hat, ist er der Auffassung, die Menschen sollten umgestülpt gehen. Ein ästhetisches Empfinden, das – wie Harald Koeck selbst am besten weiß – nicht jedermanns Sache ist. Doch auch dies führt der Künstler darauf zurück, dass das Thema Tod und alles was damit zusammenhängt mit einem Tabu belegt ist. Denn dass bestimmte Dinge als schön oder ekelhaft empfunden werden, ist in entscheidender Weise abhängig von den in einer Gesellschaft geltenden Normen. Die Kunst hat nach seiner Auffassung aber die Aufgabe, solche Tabus zu brechen. Die Konfrontation mit seinen Werken kann in der Gesellschaft, die das Sterben nahezu vollkommen verdrängt, dazu beitragen, den Tod in das Leben zu reintegrieren.

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